Anlässlich des NRW-Tag in Münster haben die Initiative starke Innenstadt Münster (ISI) und der Handelsverband Münster (HV), heute einen Antrag auf einen verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt am 30. August bei der Stadt Münster gestellt.
Zum landesweiten Großereignis werden zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus ganz Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus erwartet. Münster präsentiert sich an diesem Wochenende als Gastgeberstadt – mit Bühnen, Vereinen, Institutionen, Ausstellungen und einem vielfältigen Kulturprogramm mitten im Herzen der Stadt. „Der NRW-Tag ist ein außergewöhnlicher Anlass mit enormer Strahlkraft. Wir erwarten viele Gäste, die unsere Stadt entdecken möchten“, erklärt Andreas Weitkamp, Sprecher der ISI Münster: „Der Handel möchte an diesem Sonntag nicht aus wirtschaftlichen Gründen öffnen, sondern aus einer Haltung der Gastfreundschaft heraus. Wir wollen den Besucherinnen und Besuchern ein offenes, lebendiges und herzliches Münster zeigen.“
Auch Tobias Buller-Langhorst, Geschäftsführer des Handelsverbandes Münster, betont den besonderen Charakter des Vorhabens: „Der NRW-Tag ist kein gewöhnliches Stadtfest, sondern ein landesweites Ereignis. Wenn sich Münster als moderne, vielfältige und einladende Stadt präsentiert, gehört ein geöffneter Einzelhandel als Teil der urbanen Erlebnisqualität selbstverständlich dazu. Wir verstehen dies als Beitrag zur Willkommenskultur.“
+++ Bewusster Umgang mit der Historie +++
Die Diskussion um verkaufsoffene Sonntage hat in Münster eine besondere Geschichte. 2016 hatte ein Bürgerentscheid die damals geplanten Sonntagsöffnungen in der Innenstadt gestoppt. Diese Entscheidung ist bis heute Teil der städtischen Debatte und wird respektiert. Gerade deshalb betonen ISI und Handelsverband den außergewöhnlichen Anlasscharakter des NRW-Tages. „Wir reden nicht über eine generelle Ausweitung von Sonntagsöffnungen, sondern über einen klar definierten Einzelfall mit landesweiter Bedeutung“, so Andreas Weitkamp. „Der NRW-Tag bringt so viele Menschen in die Stadt wie kaum ein anderes Ereignis. Darauf möchten wir angemessen reagieren.“
+++ Dialog im Vorfeld +++
Im Vorfeld der Antragstellung haben bereits Gespräche mit Ratsfraktionen, den Kirchen, der Gewerkschaft sowie dem Oberbürgermeister stattgefunden. Ziel dieser Gespräche war es, auszuloten, ob und unter welchen Bedingungen ein gemeinsamer Weg möglich ist. „Uns ist wichtig, dass dieser Schritt breit getragen wird“, erklärt Tobias Buller-Langhorst. „Wir setzen auf Dialog, Transparenz und gegenseitigen Respekt. Der NRW-Tag soll ein Fest für alle sein – und wir möchten, dass sich möglichst viele Akteure darin wiederfinden.“
Mit dem gestellten Antrag setzen ISI Münster und Handelsverband Münster ein Signal: Für ein selbstbewusstes, gastfreundliches Münster, das sich beim NRW-Tag von seiner besten Seite zeigt – offen, lebendig und einladend.

(v.l.n.r.) Tobias Buller-Langhorst, Andreas Weitkamp